Glutenfreie Quiches und Kuchen im KaffeeKaffee Truck

Glutenfreies Catering: Was Sie bei Zöliakie fragen sollten

· KaffeeKaffee

„Haben Sie auch was Glutenfreies?” – „Ja, klar, der Karottenkuchen.” So beginnen viele Gespräche an Kuchentheken, und für Menschen mit Zöliakie ist genau dieser Satz das Problem. Denn ein glutenfreies Rezept ist noch lange kein glutenfreier Kuchen, wenn er neben dem Weizen-Brownie auf demselben Brett geschnitten wurde.

Etwa 1 % der Bevölkerung lebt mit Zöliakie, einer genetisch bedingten Autoimmunerkrankung, bei der schon kleinste Mengen Gluten die Dünndarmschleimhaut angreifen. Die einzige Behandlung ist eine strikt glutenfreie Ernährung – ein Leben lang. Wer davon betroffen ist, kennt das Gefühl, bei jeder Feier erst einmal nachfragen zu müssen. Dieser Artikel soll das Nachfragen leichter machen.

Was „glutenfrei” überhaupt heißt

Der Begriff ist in der EU geschützt: Als glutenfrei darf nur gekennzeichnet werden, was höchstens 20 mg Gluten pro Kilogramm (20 ppm) enthält – so steht es in der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 828/2014. Das ist eine sehr niedrige Schwelle. Ein paar Krümel Weizenmehl in einer Rührschüssel reichen, um sie zu reißen.

Deshalb ist bei Catering und Gastronomie nicht das Rezept die entscheidende Frage, sondern die Zubereitung.

Wo Gluten sich versteckt

Die üblichen Verdächtigen kennen Betroffene: Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel. Ja, auch Dinkel – „weizenfrei” ist nicht „glutenfrei”, auch wenn das auf mancher Kuchentheke so klingt. Weniger offensichtlich sind:

  • Hafer, der nicht ausdrücklich als glutenfrei gekennzeichnet ist (er wird oft zusammen mit Weizen verarbeitet)
  • Backpulver, Puderzucker, Gewürzmischungen und Schokoladenstreusel, die Weizenstärke als Trennmittel enthalten können
  • Soßen, Bindemittel und Fertigprodukte – Sojasoße, Brühwürfel, manche Senfsorten
  • Mehlstaub in der Luft einer Backstube, der sich auf alles legt
  • Geteilte Werkzeuge: das Kuchenmesser, das Schneidebrett, der Tortenheber, das Backblech mit dem alten Backpapier

Das Perfide daran: Ein kontaminierter Kuchen sieht genauso aus und schmeckt genauso wie ein sicherer. Betroffene merken es erst Stunden später.

Die sechs Fragen an jeden Caterer

Wenn Sie ein Catering für eine Feier buchen, bei der Zöliakie-Betroffene dabei sind, lohnen sich diese Fragen – ohne schlechtes Gewissen, ein seriöser Anbieter beantwortet sie gerne:

  1. Ist das gesamte Angebot glutenfrei, oder nur einzelne Sorten? Ein einzelner glutenfreier Kuchen zwischen zehn glutenhaltigen ist ein Risiko, egal wie sorgfältig gearbeitet wird.
  2. Wo wird gebacken – in einer Küche, in der auch mit Weizenmehl gearbeitet wird? Wenn ja: Wie wird getrennt?
  3. Welche Mehle und Backmischungen werden verwendet, und sind Hafer und Zusätze als glutenfrei zertifiziert?
  4. Wie wird vor Ort serviert? Eigene Messer, Tortenheber und Teller für die glutenfreien Sachen – oder alles über einen Tisch?
  5. Sind die Zutaten dokumentiert? Bei einer Reaktion ist es wichtig, nachvollziehen zu können, was drin war.
  6. Gibt es weitere Unverträglichkeiten, die berücksichtigt werden können? Laktose, Nüsse, Ei – oft hängt mehr zusammen.

Und wie ist das bei KaffeeKaffee?

Bei uns ist die Antwort auf Frage 1 die einfachste: Unser komplettes Angebot ist glutenfrei. Kaffee, Kuchen, Torten, Quiches – es gibt bei uns keine glutenhaltige Alternative, die daneben liegt, kein zweites Messer, das versehentlich durch den Weizen-Brownie ging. Wer mit Zöliakie an unseren Truck kommt, muss nicht nachfragen.

Der Grund dafür ist persönlich: Unser Gründer Mathias verträgt selbst kein Gluten. Glutenfrei ist bei uns deshalb kein Extra für Gäste, sondern Alltag – und das beantwortet auch die restlichen Fragen:

  • Die Küche: In unsere Küche kommt kein Weizenmehl. Es gibt nichts, wovon wir trennen müssten.
  • Die Mehle: Wir backen überwiegend mit Schär-Mehlen und -Backmischungen, die als glutenfrei zertifiziert sind.
  • Die Ausgabe: Weil alles im Truck glutenfrei ist, spielt es keine Rolle, welches Messer welchen Kuchen schneidet.
  • Die Zutaten: Auf Nachfrage bekommen Sie zu jedem Kuchen eine Zutatenliste – vorab per E-Mail oder direkt am Truck.

Dazu kommt: Wir kreieren unsere Kaffee-Variationen ausschließlich mit Mandel- oder Kokosmilch statt Kuhmilch, also ist alles auch milchfrei und laktosefrei. Etwa die Hälfte unserer Kuchen ist außerdem vegan. Für andere Lebensmittelunverträglichkeiten und Allergien sind wir gerne bereit, Lösungen zu finden. Sagen Sie uns bei der Anfrage einfach, worauf wir achten sollen.

Warum uns das wichtig ist, steht auf unserer Startseite: Wir glauben, dass jeder Mensch eine sichere Umgebung verdient, in der er ohne Sorgen köstlichen Kaffee und Kuchen genießen kann. Das ist kein Marketing-Satz, sondern der Grund, warum es bei uns keinen „normalen” Kuchen als Alternative gibt.

Für Betroffene: So genießen Sie entspannt

  • Fragen Sie vorab, nicht erst an der Theke. Per E-Mail lässt sich alles in Ruhe klären.
  • Wenn Sie eine Feier planen: Sagen Sie dem Caterer die Zahl der Zöliakie-Betroffenen – und dass „ein bisschen” nicht reicht.
  • Bei Unsicherheit gilt: lieber verzichten als riskieren. Ein seriöser Anbieter nimmt Ihnen das nicht übel.

Sie planen eine Feier, bei der wirklich alle mitessen sollen? Dann schauen Sie sich unser Kaffee Catering an oder schreiben Sie uns direkt über das Kontaktformular.

Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Fragen zu Zöliakie und Ernährung wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder an die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft.